Hier, im einstigen Weltzentrum der Stickerei, fertigen wir seit 1999 — begonnen mit vier gepachteten Stickmaschinen, heute ein Familienbetrieb mit zwölf eigenen Maschinen. Hasan Sükün steht bis heute selbst an der Maschine — und von Anfang an mit ihm: Zühra Sükün, die den Betrieb Seite an Seite mitaufgebaut hat und überall dort steht, wo Qualität entschieden wird.
Unsere Kunden sind Handelshäuser, die seit Jahren wiederkommen, weil Qualität und Termin stimmen. Namen nennen wir diskret auf Anfrage — so hält man das in Lustenau seit jeher.


Heute stickt unsere Spitze vor allem für einen Markt, der Qualität erkennt wie kein zweiter: die westafrikanische Festmode. Wenn in Lagos eine Hochzeit gefeiert wird, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Lustenauer Fäden mitfeiern.
Und der Nachwuchs ist gesichert: Wir sind offizieller WKO-Lehrbetrieb.
Ende des 19. Jahrhunderts war das Vorarlberger Rheintal das Zentrum der Maschinenstickerei — in Lustenau, St. Gallen und Umgebung stand ein Großteil aller Stickmaschinen der Welt. Die Stickereikrise nach dem Ersten Weltkrieg und später die Verlagerung nach Asien haben von diesem Weltzentrum wenige Betriebe übrig gelassen. Was blieb, ist etwas, das sich nicht verlagern lässt: Leute, die eine Schiffli-Maschine wirklich können — und Hersteller, Zulieferer und Veredler in Fahrdistanz.
Genau davon lebt ein Betrieb unserer Größe. Ein Fadenbruch, ein Nadelbruch, ein Dessin, das nicht laufen will — das löst kein Katalog, das löst Erfahrung. Wir haben 1999 mit vier gepachteten Maschinen angefangen und alles Weitere aus dem laufenden Betrieb finanziert. Heute stehen zwölf eigene Großstickmaschinen in der Halle, dazu eine Flachstickmaschine für Leder und Alcantara.
Wir haben keine eigene Kollektion und keinen eigenen Handel — und das ist Absicht. Wer uns ein Dessin schickt, muss nicht befürchten, es ein halbes Jahr später unter fremdem Namen im Markt zu sehen. Motiv, Marke und Vertrieb bleiben beim Auftraggeber, wir stellen Maschinen, Stickprogramm und Fachkräfte. Kundennamen nennen wir nur auf Anfrage und nur mit Einverständnis.
Dazu gehört auch, unangenehme Dinge früh zu sagen. Wenn ein Dessin in der gewünschten Feinheit nicht sauber läuft, wenn ein Termin bei der aktuellen Maschinenbelegung nicht zu halten ist, wenn ein Grundstoff die Stichdichte nicht trägt — dann steht das im ersten Gespräch, nicht in der Reklamation. Sükûn heißt Ruhe. Die entsteht nicht dadurch, dass man Probleme später bespricht.
